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Cosmo selbst betroffen

#1 von Cosmo , 30.03.2011 14:11

Hallo Leute ich selbst habe die Diagnosen ADHS F90 und Rezidivierende depressive Störung F33 .
Ich bin der Mischtyp, überwiegend hypo, bin aber bei Interesse auch hyperaktiv.
Na toll, dachte ich, nun klatscht der mir ausser Depries auch ADHS auf. Inzwischen muss ich es ja glauben, nämlich 4 Ärzte haben mir immer dassselbe bestätigt.
Ich bin 2007 zum Psychiater/Neurologen und kodderte mich über meine Stimmungsschwankungen aus.
Der Arzt fragte nach meinen Kinder und ob die irgendwelche Verhaltensstörungen hätten.
Ach ja, meine Kinder haben ADHS und Asperger.
Und schwups wurde ich auf ADHS getestet.
Nein, Asperger habe ich nicht, dass haben meine Kinder wahrscheinlich von meiner Schwiegermutter geerbt. Die mussten ja voll in den Gentopf langen.


 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#2 von Rocker , 30.03.2011 14:35

Was bedeuten diese F-Zahlen?

 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#3 von Cosmo , 30.03.2011 14:39

Das sind ICD-Codes. Internationale Klassifikation der Krankheiten
10. Revision. Die "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" (ICD-10) wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit vom DIMDI ins Deutsche übertragen und herausgegeben. Die Abkürzung ICD steht für "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems", die Ziffer 10 bezeichnet die 10. Revision der Klassifikation. Die ICD-10 ist Teil der Familie der internationalen gesundheitsrelevanten Klassifikationen.

Also wenn der Arzt Euch eine Diagnose stellt und auf den Bericht steht so ein Code, hier kann man nach sehen, was es bedeutet:

http://www.icd-code.de/icd/code/F90.-.html

 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#4 von Rocker , 31.03.2011 17:43

Ist bei dir die hyperaktive Komponente auch heute noch kinetisch vertreten? Oder hat sich das "verinnerlicht"?

 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#5 von Rocker , 31.03.2011 17:44

...

 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#6 von Cosmo , 31.03.2011 17:45

Bei Interesse bin ich hyperaktiv. Ansonsten bin ich eher innerlich unruhig.


 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#7 von Rocker , 31.03.2011 17:48

Gedankenkarussell? "Fahriges" Threading (also jedes Detail kann Start eines neuen Gedankenfadens sein, wobei der alte vernachlässigt wird)?

 
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RE: Cosmo selbst betroffen

#8 von Cosmo , 31.03.2011 18:06

lol meine Ergotherapeutin in der Reha beschrieb mich auch als fahrig.

Meine Hyperaktivität ist tagesform abhängig. Auch interessenabhängig. Wenn mich jemand mitzieht, z.B. meine hyperaktive Schwester, versuche ich aufeinmal noch schneller zu werden. Eher mit den Sinn, schnell alles hinter mir zu bringen; oder auch ungeduldig.

Auch habe ich Tage, da kann ich antriebslos nur noch irgendwie herum sitzen. Eher wie depressiv. Tausende Ideen schwören durch den Kopf; ja Gedankenkarussel; und ich fruste mich dahin, weil ich nicht alles aufeinmal bewältigen kann, oder auch, weil ich es nicht strukturieren kann. Da fällt mir eine I-netseite ein, da beschreibt eine Frau ihre Gedanken, da geht es mir genauso.

Zitat
"Hauptgesprächspunkte der heutigen Therapiestunden waren u. a. meine Unfähigkeit, meinen Haushalt in Ordnung zu halten, das ständige "Völlegefühl" im Kopf, mein Schamgefühl über meine chaotischen Zustände in meinem Haushalt (aber auch in meinem Kopf), die Einflüsse auf meine berufliche Tätigkeit, um nur die wichtigsten zu nennen. Als Beispiel nannte ich ihr folgende Gedanken- und Verhaltensweisen: Seit Tagen steht der Wäscheständer mit (inzwischen "super"trockenen) Handtüchern auf dem Balkon. Und ich stellte mir die Frage, wieso ich es nicht schaffe, die Handtücher abzunehmen, zusammenzulegen und an ihren Platz im Badregal zu legen. Meine Gedankengänge: bevor ich die Handtücher zusammenlegen kann, muss ich den Küchentisch aufräumen und säubern, um dafür Platz zu haben. Um aber den Küchentisch aufzuräumen, muss der Geschirrspüler ausgeräumt werden. Und wenn ich dann das Geschirr in den Küchenschrank stelle, fällt mir aber wieder auf, dass ich eigentlich auch mal die Küchenschränke auswischen müsste, was wiederum (um diesen Gedankenkreis zu schließen) voraussetzt, dass ich die Schränke ausräumen und dazu der Küchentisch frei sein muss, um das ausgeräumte Geschirr darauf abstellen zu können. Ausserdem fällt mir ein, dass ich auch das Badregal, in dem die Handtücher wieder ihren Platz finden sollen, reinigen müsste. Wenn ich dann aber dabei bin, das Regal zu reinigen, sollte ich auch den Fußboden unter dem Regal (und selbstverständlich im kompletten Bad) wischen, was wiederum voraussetzt, dass vorher die Ablagen, die Badewanne und die Toilette geputzt wurden. So, oder so ähnlich, passiert es mir immer wieder, was nicht selten darin endet, dass ich gar nicht erst anfangen mag, das Chaos zu beseitigen (da ich es sowieso nicht schaffe, diese Perfektion zu erreichen) und ich mich total antriebslos fühle. Nach meiner Schilderung dieser, zugegeben "gestörten", Gedanken- und Verhaltensweisen, äußerte meine Therapeutin den Verdacht, ich könnte unter Zwängen leiden."


http://sites.google.com/site/adhsbeierwa...bei-erwachsenen

 
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